|
Ayasofya (Hagia Sophia)
Größte Basilika des byzantinischen Reichs. Mehmed der Eroberer
ließ sie in eine Moschee umwandeln und ihr vier Minarette hinzufügen.
Heute ist sie ein Museum. Tgl. 9.30-16.30 (Mai-Okt. 9 bis 19) Uhr,
Eintritt 10 Euro
Topkapı Sarayı (Topkapi-Museum)
Sitz der osmanischen Herrscher für über 400 Jahre. Die Anlage ist
nicht einem einzigen Bauplan entsprungen, sondern wuchs hinter den
weitläufigen Mauern schrittweise zu dem verwirrenden Komplex aus Toren,
Höfen und Pavillons im Grünen.
Zu den ausgestellten Kostbarkeiten des
Topkapı gehören Schmuck und Keramik, eine Waffensammlung, osmanische
Miniaturen, Kalligrafien und Reliquien des Propheten Mohammed. Mai-Okt.
tgl. 9-19, Nov.-April 9-17 Uhr, Eintritt 7,50, Harem 6,50, Schatzkammer
6,50 Euro
Troja
Das durch Homers »Ilias«-Epos berühmt gewordene Troja (türk.
Truva, 20 km von Çanakkale) liegt an der Mündung der Dardanellen in die
Ägäis. 3000 v. Chr. erstmals besiedelt, wurde Troja bis 500 n. Chr.
neunmal zerstört und wieder aufgebaut. Heute ist nur die sechste
Schicht zu besichtigen. Wer allerdings aufregende Spuren des
Trojanischen Krieges zu sehen erwartet - oder gar Teile des
sagenumwobenen Schatzes des Priamos -, der wird enttäuscht sein.
Ephesos
Der Besuch der Ruinen (Hauptsaison tgl. 8.30-19 Uhr, Nebensaison
10-16.30 Uhr, Eintritt 10 Euro) der altgriechischen Stadt Ephesos
(türk. Efes, 70 km von İzmir) gehört zu den Höhepunkten einer
Türkeireise. Im Altertum lag das einstige Finanz- und Handelszentrum
mit einer Viertelmillion Einwohner noch am Meer. Durch Versandungen
liegt es heute 10 km landeinwärts - nahe dem Städtchen Selçuk. Die
Ruinen des monumentalen Artemis-Tempels aus dem 3. Jh. v. Chr. zählen
zu den Sieben Weltwundern der Antike. Prachtvoll sind auch Theater,
Gymnasion (Sportstätte), Bäder, Agora und die hervorragend
rekonstruierte Celsus- Bibliothek. Apostel Paulus und der Evangelist
Johannes sollen sich in Ephesos mehrere Jahre aufgehalten haben. Ganz
neu zu besichtigen sind die Patrizierhäuser aus dem 1. Jh. n. Chr.
(Eintritt 10 Euro).
Sehenswert in Selçuk (18 000 Ew.): die Reste der
Johannes-Basilika, einer der größten byzantinischen Kirchen, und das
Archäologische Museum (tgl. 8.30-17.30 Uhr, hier befindet sich auch das
Informationsbüro), zu dessen Attraktionen die Artemis-Statuen gehören
(Eintritt je 2,50 Euro).
Ein solides Mittelklassehotel ist das Pınar (40 Zi., Şehabettin
Dede Cad. 14, Tel. 0232/892 25 61, Fax 892 30 33, €). Auskunft: Atatürk
Mah., Agora Çarşisı 35, Tel. 0232/892 63 28, Fax 892 69 45
Das Marienhaus, vermutlicher Sterbeort Marias, dessen Grundmauern
aus dem 1. Jh. n. Chr. stammen sollen, liegt 7 km südwestlich von
Selçuk und ist eine Wallfahrtsstätte für Muslime und Christen.
Pamukkale
Das »Baumwollschloss« bei der Stadt Denizli (235 km von İzmir) ist
ein faszinierendes Naturschauspiel: schneeweiß leuchtende,
terrassenartige Kalksteinbassins, geformt durch die Ablagerungen des
kalkhaltigen Thermalwassers. Die heilende Wirkung des 35 Grad warmen,
kalziumbikarbonathaltigen Wassers haben schon die Römer, die hier im 2.
Jh. n. Chr. die Stadt Hierapolis bauen ließen, zu nutzen verstanden -
es soll Herz-Kreislauf- Problemen vorbeugen. Lohnend ist auch die
Besichtigung des Theaters von Hierapolis sowie die nördlich gelegene
Nekropole, die zu den größten in der Türkei zählt und durch die
unterschiedlichen Grabformen fasziniert (Eintritt 4 Euro).
»Blaue Reise«
Ölüdeniz
Von Ölüdeniz fahren Dolmuş- Boote ins Schmetterlingstal (Kelebek
Vadisi). Diese Bucht verdankt ihren Namen einer gigantischen
Schmetterlingskolonie, die die Hänge bevölkert. Nach einer Klettertour
- nichts für Anfänger - kann man die Insekten, die Bäume und Felsen wie
ein bunt leuchtender Schleier überziehen, aus der Nähe betrachten. Der
Platz wurde 1995 unter Naturschutz gestellt.
Patara
Auf der Küstenstraße nach Kaş sieht es auf einmal aus, als ob die
Wüste auf das Meer trifft: Dort dehnt sich der Strand Patara (80 km
südöstlich von Fethiye) auf 18 km Länge und 600 m Breite aus. Hinter
den Dünen liegen die Ruinen des lykischen Hafens Patara. Bei
Ausgrabungen wurden aus verschiedenen Epochen freigelegt: ein Theater,
ein Stadttor und eine Schiffswerft (Eintritt 6,50 Euro).
Dalyan
Der entzückende 3000-Seelen-Ort (80 km östlich von Marmaris) liegt
im Delta des Dalyan-Flusses. Die schilfbestandene Mündung und der
vorgelagerte wunderbare Badestrand stehen unter strengem Naturschutz -
das Areal ist eines der letzten Brutgebiete der Mittelmeerschildkröte
Caretta caretta. Das Bild von Dalyan ist von kleinen Hotels geprägt,
viele von ihnen liegen am Fluss.
Anadolu Medeniyetleri Müzesi (Museum für Anatolische Zivilisationen)
Das so genannte »Hethitermuseum« gehört zu den Antikenmuseen von
Weltrang. Der Komplex - untergebracht in einem ehemaligen gedeckten
osmanischen Basar - umfasst den gesamten Zeitraum von den ersten
Zivilisationen (um 7000 v. Chr.) bis zum klassischen Altertum, mit dem
Schwerpunkt auf der Hethiterzeit (2000-1200 v. Chr.). Die Fundstücke -
allesamt aus dem Boden der heutigen Türkei - werden übersichtlich und
ansprechend präsentiert. Mai-Sept. Di bis So 8.30-17.30, Okt.-April
8.30 bis 17 Uhr, Eintritt 6,50 Euro, Hisarlar Cad., Atpazarı
Nemrut Dağı (Berg Nemrut)
Circa zwei Stunden Autofahrt nördlich von Şanlıurfa sind die
wundersamen, mannshohen Götterstatuen vom Berg Nemrut zu sehen. Die
Köpfe markieren eine Kultstätte, errichtet von König Antiochus I.,
Herrscher von Kommagene, einem Kleinstaat 69-34 v. Chr. Erosion,
Erdbeben und Menschenhand haben die steinerne Versammlung - Götter und
weltliche Herrscher - im Laufe der Jahrtausende zum Teil zerstört.
Die Köpfe stehen sich auf der westlichen und der östlichen
Terrasse gegenüber. So kann der Besucher wählen, in welchem Licht er
sie bestaunen möchte. Wenn's der Sonnenaufgang sein soll, müssen Sie im
Sommer um 3 Uhr morgens aufbrechen. Die karge, wenig Vegetation
bietende Umgebung wurde zum Nationalpark erklärt.
Doğubeyazıt
Drei Autostunden von Van entfernt hat die Kleinstadt mit den
beiden spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Südostens aufzuwarten:
mit dem Berg Ararat (türk. Ağrı Dağı), dessen schneebeckte Spitze in
5137 m Höhe bei gutem Wetter weithin sichtbar ist - diese Bergspitze
scheint tatsächlich so hoch, dass keine (Sint-)Flut sie erreichen
könnte.
Die zweite Attraktion thront 6 km außerhalb des Ortes in 270 m
Höhe: İshak Paşa Sarayı, ein märchenhaftes Schloss mit 366(!) Zimmern,
Hamam, Harem und Lustgärten, das sich ein lokaler Fürst Ende des 18.
Jhs. errichten ließ. In den angeblich 99 Jahren Bauzeit wurde auf fast
alle damals bekannten Baustile der Gegend Bezug genommen, von
armenisch-georgisch über seldschukisch bis barock-osmanisch. Etwas
außerhalb der Stadt befindet sich das Sim-Er Hotel (125 Zi., Doğu
beyazıt/Ağrı, İran Transit Yolu, Tel.            0472/312 48 42 , Fax 312 48 43, €€).
Sumela-Kloster (Sümela Manastırı)
Im pontischen Gebirge trifft man auf zahlreiche Kirchen und
Klöster. Das berühmteste und besterhaltene ist das Felsenkloster Sumela
in 270 m Höhe gut 50 km südlich von Trabzon im Naturpark Altındere. Die
in eine Bergwand gebaute Anlage erreichen Sie von einem Parkplatz aus
nach etwa 40 Min. Fußmarsch.
|