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Museo Guggenheim
Spektakuläre Architektur! Wie ein gigantisches Schiff erhebt sich
Frank O. Gehrys 1993-1997 erbautes Werk an den Ufern des Nervión,
verströmt mit seiner Hülle aus Titan silbrigen Glanz und schachtelt
sich in phantasievollen Formen auf. Die hauchdünnen Titanplatten wirken
wie Fischschuppen, weitere markante Elemente sind Kalkstein und Glas.
Im Inneren gibt das 50 m hohe, verglaste Atrium den Weg vor, von hier
aus fließen die Zugänge zu 19 Galerien ab, die längste misst 130 x 30 m
und ist frei von tragenden Elementen. Es gibt keine ständige, sondern
stetig wechselnde Ausstellungen von unterschiedlicher Qualität - die
wahre Kunst ist das Museum selbst. Zu den wenigen dauerhaft präsenten
Werken zählen eine Displayinstallation Jenny Holzers und Richard Serras
»Snake« aus gewalztem Stahl sowie, auf der Esplanade vor dem
Hauptzugang, Jeff Koons' Blumenhundskulptur »Puppy«. Juli/Aug. tgl.
10-20, Sept.-Juni Di-So 10-20 Uhr, Abandoibarra 2,
www.guggenheim-bilbao.es
Catedral de Santa María
Mehr als drei Jahrhunderte baute man an der Kathedrale, die mit
ihren Kuppeln, den gotischen Steinspitzen und 84 m hohen Türmen
himmelwärts sticht. Das 1221 begonnene Gotteshaus stellt alles in den
Schatten, ist Weltkulturerbe der Unesco und setzt seine überwältigenden
Anblicke im Innern fort. Man tritt an Diego de Siloés Vergoldete Treppe
und an den 103-stühligen Chor heran, schaut zur Vierungskuppel und zur
kuriosen »Fliegenfängeruhr« Papamoscas hinauf und bewundert die
Meisterschaft feiner Ornamente in der Kapelle des Kronfeldherrn. Der
Kreuzgang verschafft Zugang zum Domschatz. Tgl. 9.30-13.15 und 16 bis
19.15 Uhr, Plaza de Santa María
Parque Nacional Ordesa y Monte Perdido
Wilde Gebirgsromantik - in den aragonesischen Pyrenäen haben die
Gletscherströme der Eiszeit U-förmige Täler wie jenes von Ordesa
hinterlassen, die heute Wanderer in ihren Bann ziehen. Überragt von den
Gipfeln um den 3355 m hohen Monte Perdido, steht das gut 150 km² große
Gebiet rund 100 km nordöstlich von Huesca als Nationalpark unter Schutz.
Für Wanderer beginnt der Tagestourklassiker am Großparkplatz
Pradera de Ordesa, ca. 10 km nordöstlich von Broto auf einer Höhe von
rund 1200 m. Hier liegt das »Westtor« zum Park. Während der Karwoche
sowie von Ende Juni bis Mitte Oktober bleibt die Zubringerstraße zum
Parkplatz für den Privatverkehr gesperrt, sodass man auf den eigens
eingerichteten Busverkehr angewiesen ist. Ziel der Wandertour (hin und
zurück rund 20 km) ab Pradera de Ordesa ist der Wasserfall Cola de
Caballo am Ende des spektakulären Ordesatals. Der Wanderweg ist zwar
stramm, aber ohne besondere Schwierigkeiten, es bedarf weder
alpinistischer Erfahrung noch spezieller Ausrüstung. Ausgedehntere
Bergwanderstrecken führen bis auf den Monte Perdido. Im urigen Torla
gibt es einige Unterkünfte wie das Zwei-Sterne-Hotel Edelweiss (57 Zi.,
Avenida Ordesa, Tel. 974 48 61 73, Fax 974 48 63 72,
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, €- €€).
Der östliche Einstieg in den Parque Nacional führt über Bielsa 130
km nordöstlich von Huesca, 14 km weiter Richtung Zentralgebirge ist der
kleine Parador (29 Zi., Valle de Pineta, Tel. 974 50 10 11, Fax 974 50
11 88, €€€) erreicht. Auf der Website www.ordesa.net finden Sie gute
Infos zum Nationalpark, den die Unesco zum Weltnaturerbe erklärt hat.
Gaudís Barcelona
In Barcelona schuf Architekt Antoni Gaudí die meisten seiner
Phantasien in Stein: den märchenhaften Parc Güell (dort auch einstiges
Gaudí-Wohnhaus); die Casa Milá (tgl. 10-20 Uhr, Juli-Sept. Fr/Sa auch
eindrucksvolle Abendbesuche 21-24 Uhr, Passeig de Gràcia 92); das
Jugendstilhaus Casa Batlló (Passeig de Gràcia 43); den Palast seines
Förderers, Palau Güell (Mai-Sept. tgl. 10-20, März/April und Okt.
10-19, Nov.-Feb. 10-18 Uhr, Nou de la Rambla 3-5), und natürlich die
Kirche La Sagrada Família (Carrer de Mallorca), an der seit Gaudís Tod
weitergebaut wird.
Figueres
Sehenswert im schon von den Römern gegründeten Figueres (35 000
Ew., 40 km nördlich) ist neben dem Zentrum um die platanengesäumte
Rambla vor allem das Teatro-Museu Dalí (Juli-Sept. tgl. 9-19.45 Uhr,
Okt.-Mai Di-So, Juni tgl. 10.30 bis 17.45 Uhr, Plaça Gala Dalí, Infos
und Reservierung unter Tel. 972 67 75 00, www.salvador-dali.org), eines
der meistbesuchten Museen Spaniens. Aus den Ruinen des im Bürgerkrieg
ausgebrannten Stadttheaters schuf sich das exzentrische Künstlergenie
Salvador Dalí zu Lebzeiten sein eigenes Museum. Das von weißen
Betoneiern gekrönte Gebäude, ein surrealistisches Gesamtkunstwerk,
birgt Gemälde, Skulpturen und Installationen Dalís. Dass sich der
Meister hier auch hat beisetzen lassen, trug enorm zum Kultcharakter
des Museums bei.
Katalanische Küche gibt es im Zentrum im Restaurant Durán (Lasauca
5, Tel. 972 50 12 50, €€ - €€€), zu dessen Stammgästen schon Dalí
zählte. Hier kann man auch in einem der 65 Zimmer (€€) übernachten.
Auskunft: Plaça del Sol, Tel. 972 50 31 55, Fax 972 67 31 66
Museo del Prado
Eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt, mit vielen
Hundert Werken u. a. von Zurbarán, El Greco, Velázquez, Rembrandt,
Murillo und den »Schwarzen Malereien« Goyas. Ein Muss! Spaniens
Stararchitekt Rafael Moneo lieferte die Pläne für die umstrittene
Prado-Erweiterung, die spätestens 2005 abgeschlossen sein soll und den
benachbarten Claustro de los Jerónimos einbezieht. Di-So 9-19 Uhr,
Paseo del Prado, museoprado.mcu.es
Mezquita und Judería
Die Mezquita (Mo-Sa 10-17, So 9-10.30 und 14-17 Uhr, Sommer
nachmittags jeweils bis 18.30 Uhr, Torrijos 10) verzaubert durch das
Spiel der Lichter zwischen den unzähligen Säulen der 19 Längs- und 36
Querschiffe, durch die unübersehbare Vielfalt der arabischen Ornamente,
durch das schlanke Minarett, das den Aufstieg über die 267 Stufen mit
einem phantastischen Stadtblick belohnt, und schließlich, im Zentrum
der Anlage, mit der erst 1523 in die Moschee »hineingebauten«
Kathedrale.
Umgeben wird das islamischchristliche Bauwerk von den steinernen
Zeugnissen einer dritten Kultur, der judería, dem Judenviertel: kleine,
winklige Gassen, gesäumt von zweistöckigen, weiß gekalkten Häusern mit
einer ungeheuren Blumenfülle. Interessant ist hier der Besuch der alten
Synagoge (Di-Sa 9.30-14 und 15.30 bis 17.30, So 9.30-13.30 Uhr, Calle
Judíos).
Alhambra
Die Stadt der Paläste arabischer Herrscher ist von einem
gewaltigen Befestigungswall umgeben. Nachfolgende Herrscher wie Karl V.
griffen in die Anlage ein. Heute bereitet das monumentale Erbe den
Stadtvätern Granadas Sorgen: Die riesige Besucherflut, Abgase und die
sengende Sonne machten eine groß angelegte Restaurierung der Alhambra
notwendig. Gleichzeitig mussten die Zugangszahlen beschränkt werden.
Dennoch, die Besichtigung der Anlage ist unbedingt zu empfehlen: die
Festung Alcazaba (11./13. Jh.), der Alhambra-Palast (13./14. Jh.), der
Palacio de Carlos V (16. Jh.) und die prachtvollen Gartenanlagen des
Generalife (außerhalb der Befestigungsmauern, 14. Jh.) sind zu sehen.
März-Okt. tgl. 8.30-20, Nov.-Feb. 8.30-18 Uhr, nächtliche
Besuchstermine März-Okt. Di-Sa 22-23.30, Nov. bis Feb. Fr/Sa 20-21.30
Uhr, www.alhambra-patronato.es, Anmeldung und Kartenreservierung Tel.
902 22 44 60, aus dem Ausland            0034/915 37 91 78 , innerhalb Spaniens Ticketverkauf über alle Zweigstellen der BBVA-Bank sowie allgemein unter www.alhambratickets.com
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