Login





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Who's Online
Traumreisen zu günstigen Preisen   |   Preisvergleich aller grossen Reiseveranstalter   |   Aktuelle Last Minute Reise-Schnäppchen   |   Aktuelle Billigflug Angebote   |   Der Städtereisen-Inspirator von Expedia   |   33% Lastminute-Rabatt bei Ferienhäusern   |
Baltikum - Überblick E-Mail

Entdecken Sie das Baltikum!

Die drei baltischen Völker haben mit Schwung das Grau der Sowjetzeit abgeschüttelt. Ihre Länder sind lebendig, liebenswert und auffallend unterschiedlich

Für einen historischen Augenblick standen die drei baltischen Länder im Mittelpunkt der Weltgeschichte. 1990/91 leitete ihr Wunsch nach Unabhängigkeit den Zerfall der Sowjetunion mit ein. Fernsehkameras, die Augen der Welt, begleiteten die weit gehend friedliche »singende Revolution«. Sie erhielt diesen Namen, weil die demonstrierenden Esten, Letten und Litauer zu Hunderttausenden ihre traditionellen Volkslieder sangen. Der Gesang spielte immer eine große Rolle für die Balten - während der Ablösung von der Sowjetunion genauso wie während der mehrere Jahrhunderte dauernden Zeit der Fremdherrschaft verschiedener anderer Nationen zuvor. Singend konnten die baltischen Völker ihr nationales Bewusstsein zeigen und bewahren.
 
Die Revolution ist Geschichte, und viele Balten wundern sich heute selbst über das Pathos, mit dem sie sich seinerzeit vor Kälte zitternd zum Kampf gegen die Panzer der Supermacht aufmachten. Was sich in den folgenden Jahren im Baltikum entwickelt hat, wurde im Westen lange Zeit kaum registriert - auch nicht in Deutschland, das bis zum Zweiten Weltkrieg eine Grenze mit Litauen teilte.
Esten, Letten und Litauer zeigten besonderen Reformeifer. Im Handumdrehen lösten sich die drei Staaten aus der erzwungenen Orientierung auf Moskau und verwandelten sich in drei lebendige, bewegliche, ganz auf Austausch und Handel mit Westeuropa ausgerichtete Staaten. Die Mühe hat sich gelohnt: 2004 traten Estland, Lettland und Litauen der Nato und der EU bei.
Das Baltikum - das sind drei auffallend unterschiedliche Staaten. Abgesehen von der geografischen Lage und der gemeinsamen Vergangenheit als Provinzen Russlands und später als Republiken der Sowjetunion, die von der Mehrzahl der Menschen als gemeinsame Gefangenschaft gesehen wird, trennt Litauer, Letten und Esten mehr, als sie verbindet.
Vor der russischen Zeit, die in Est- und Lettland Anfang des 18. Jhs., in Litauen Ende des 18. Jhs. begann, gingen die Ostseevölker getrennte Wege. Lettland und Estland wurden im 13. Jh. von der ostwärts gerichteten deutschen Kolonisierungs- und Missionierungsbewegung erfasst. Hansekaufleute gründeten zu dieser Zeit an der Düna (heute: Daugava) und der Narva Handelsposten. Mit den Fernhändlern gelangte mitteleuropäisches Denken in den nordöstlichen Ostseeraum - in ihrem Gefolge kamen auch Priester. Deren christliche Mission setzte der Schwertbrüderorden, der später vom Deutschen Orden abgelöst wurde, militärisch durch. Aus den Händlern und Rittern ging der deutschbaltische Adel hervor, der jahrhundertelang die Geschicke der Region bestimmte. Und die deutschbaltischen Barone und Kaufleute blieben auch, als Dänen, Schweden und schließlich Russen die Oberherrschaft über das nördliche Baltikum erlangten. Diese Fremdbestimmung endete erst in den Wirren des 20. Jhs.
Ganz anders Litauen: Das litauische Volk ließ sich vom Deutschen Orden nicht vereinnahmen, und am Ende des Mittelalters gelang es Litauen durch die Anlehnung an Polen, eine gewisse Eigenständigkeit zu bewahren.
Während Letten und Esten eher durch die Geschichte verbunden sind, einen Letten und Litauer ihre verwandten Sprachen. Lettisch und Litauisch gehören sprachwissenschaftlich zur indogermanischen, das Estnische hingegen gehört zur finnougrischen Sprachenwelt.
Erst seit dem Ende des 18. Jhs. rückten Esten, Letten und Litauer zwangsweise näher zusammen. Als Bewohner russischer Ostseeprovinzen machten sie im Zarenreich ähnliche Erfahrungen: Industrialisierung, Bauernbefreiung, nationale Erweckung und die erste Phase der Unabhängigkeit jedes einzelnen der baltischen Staaten nach dem Ersten Weltkrieg; schließlich fanden sie sich gemeinsam in der Sowjetunion wieder. Aus ihr brachen sie 1990/91 noch zusammen aus, seither aber schultern die drei Länder mehr im Einzelkampf denn kooperativ die Last, aus ehemaligen Sowjetrepubliken moderne Marktwirtschaften zu machen, die ganz auf die EU ausgerichtet sind.
Der Begriff »Baltikum«, wie er heute weltweit für die Region benutzt wird, ist erst im 18. Jh. aufgekommen, als es den Russen unter großen Mühen gelang, »Pribaltika« zu erobern. So nennen sie die drei Länder noch heute, abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung für die Ostsee als »Weißes Meer«, dem »Mare Balticum«.
Ein gemeinsamer Begriff könnte aber bald wieder aus dem Gebrauch kommen. Die drei Staaten gehen unterschiedliche Wege, vor allem, was die strategische Partnerwahl anbelangt. In Estland ist der finnische Einfluss unübersehbar geworden. Die nur durch den schmalen finnischen Meerbusen getrennten Hafenstädte Helsinki und Tallinn rücken immer näher zusammen. Währenddessen besinnt sich Litauen auf eine Neuverständigung mit Polen, das sich bei den Verhandlungen um Litauens Beitritt zur Nato und zur EU zum ersten Anwalt des Nachbarlands aufgeschwungen hat. Lettland in der geografischen Mitte sucht noch nach einer eigenen Position - nach innen wie außen.
Prognosen geben noch keine Klarheit darüber, ob die Region sich weiter auseinander leben oder unter wirtschaftlichen Zwängen neu formieren wird. An der Börse in Rīga oder in der im ganzen Baltikum operierenden estnischen »Hansabank« haben die Manager bereits begriffen, dass sie an den Finanzmärkten in London oder New York nur dann wirklich wahrgenommen werden, wenn sie das Baltikum als Ganzes vermarkten und nicht die kleinen Teilmärkte Estland, Lettland und Litauen. Die Politik aber folgt dieser Einsicht bislang eher zögerlich. Nun wird die EU mit ihren verpflichtenden Standards und Normen die Staaten zusammenhalten.
Schon vor dem offiziellen Beitritt im Mai 2004 hatten sich die drei Länder herausgeputzt. Die besten Schaufenster sind die drei Hauptstädte. Tallinn, Rīga und Vilnius wurden liebevoll restauriert, die Fassaden mit Pastellfarben versehen. Der Wind der Veränderung hat viel Neues neben dem Alten entstehen lassen. Da kontrastieren die maroden sozialistischen Plattenbauten des Tallinner Vorstadtviertels Lasnamäe mit gläsernen Bankentürmen, die inzwischen in den Himmel der estnischen Hauptstadt wachsen. Noch immer klappern die alten Straßenbahnen sowjetischen Typs durch Rīga - und bringen Fahrgäste etwa zu einer IT-Firma, die Datenbanksysteme deutscher Großbetriebe wie des Ferienfliegers LTU managt: per Standleitung direkt aus der lettischen Hauptstadt.
In den baltischen Städten verhält sich die jüngere Generation so, wie es Altersgenossen anderswo in der westlichen Welt auch tun. Die Jungen kleiden sich nach der Mode des Musiksenders MTV. Das Markenzeichen der Älteren auf dem Weg zur Karriere sind Anzug und Handy. Und trotzdem sind sie anders: Bei vielen kommt eine Naturverbundenheit zum Vorschein, die in den baltischen Ländern vielleicht tiefer verwurzelt ist als anderswo. Sie wollen zurück zur Natur, in der sie Kindheit und frühe Jugend verbracht haben. Viele Menschen leisten sich ein Ferienhäuschen. Obwohl auch im Baltikum der Mensch Teile der Natur in Planquadrate gepresst hat, gibt es hier noch viele einsame Flächen, hügelige, von verstreuten Baumgruppen geprägte Weiten, Nadelwälder, Hochmoore, Störche auf ihren Nestern, ausgedehnte Sandstrände und schroffe Küsten, Seen, Wellen und Wind.
Die ausgeprägte Naturliebe vieler Balten mag auch mit der Geschichte zu tun haben - die letzten Heiden Europas verehrten bis ins letzte Jahrtausend hinein heilige Bäume, vor allem Buchen und Eichen, aber auch Hügel, Steine und Quellen. In lettischen und litauischen Wäldern stehen noch heute viele hölzerne Mythengestalten - Erinnerungsstücke an diese Zeit.
Das Baltikum ist ein Vogelparadies, es gibt 400 Arten, darunter sehr viele Störche. Im Wasser der unzähligen Seen und Flüsse und an der Küste tummeln sich Barsche und Hechte; es gibt Heringe, Aale, Kabeljau, Karpfen und Lachse. In den Wäldern leben Hirsche und Biber, weiter im Norden auch Luchse. Allerdings sind zahlreiche Tiere verschwunden, so gibt es kaum noch Elche und Bären, und das bereits ausgestorbene Rebhuhn musste im Gauja-Nationalpark in Lettland wieder ausgesetzt werden.
Die Balten planen, umweltgerechten Naturtourismus zu entwickeln und nicht allein auf hohe Besucherzahlen zu setzen. Es ist denkbar, dass die Ostseeküste Litauens einmal zum beliebten Naherholungsgebiet für Berliner wird, denen die Regionen um das Mittelmeer zu weit entfernt, zu voll und zu teuer sind. Bislang spricht vor allem die mangelnde Verkehrsanbindung dagegen. Insbesondere der Landweg durch Polen macht die Anreise zur Strapaze.
Der Frühling kommt etwas später als in den kühleren Regionen Deutschlands, die baltischen Sommer sind kurz. Die wohl schönste Jahreszeit ist der Herbst, der das Baltikum in ein prächtiges Farbenmeer verwandelt. Im Winter fallen bisweilen mehrere Meter Schnee, der aber erst ab Neujahr zu erwarten ist. Bis dahin verhindert die von der Sonne aufgeheizte Ostsee, dass sich Kälte ausdehnen kann. Vor allem Estlands Hauptstadt Tallinn versinkt im neuen Jahr tief im Schnee, und die bisweilen rekordverdächtig langen Eiszapfen an den Kaufmannshäusern bleiben im Gedächtnis der Urlauber.
Aber nicht nur das: Erholung Suchende finden an der Ostsee endlose Weiten. Allerorten sind beeindruckende Relikte der Geschichte erhalten, und die baltischen Städte haben auch kulturell viel zu bieten. Nicht zuletzt immer mehr junge Leute finden den Weg in die Ostseestädte mit Hansecharme. Individualreisende kommen schon wegen des ausgelassenen Nachtlebens wieder, das vor allem in Litauen zu erleben ist - im Baltikum findet jeder Besucher, was er auf seiner Reise sucht.
 
 
  Reisen online buchen - die besten Angebote der grossen Reiseveranstalter mit Preisvergleich - egal was Sie suchen, hier können Sie es buchen!
12fly.jpg 5vorFlug.jpg ADAC_Reisen.jpg   Aldiana.jpg Alltours.jpg Bucher.jpg Dertour.jpg FTI.jpg ITS.jpg Jahn.jpg MWR.jpg Neckermann.jpg OegerTours.jpg   SchmetterlingReisen.jpg ThomasCook.jpg Tjaereborg.jpg TUI.jpg  
InfoCenter
Länderinfos
Städteinfos
Strände
Tauchgebiete
Skigebiete
ReiseNews
alle Beiträge Kurzreisen
Angebote Reise & Gesundheit
Bahnreisen Reisetipps
Erlebnisreisen Schiffsreisen
Eventreisen Unterkunft
Flugreisen Urlaubsreisen
ReiseCenter
Lastminute Pauschalreisen Familienreisen
Wellnessreisen Kurzreisen Cluburlaub
Studienreisen Rundreisen Kreuzfahrten
Städtereisen Hotels Skiurlaub
Ferienhäuser Mietwagen Flüge
Busreisen Bahnreisen Tickets & Events



ServiceCenter
Infos
Auskunft
Sprachen lernen
Selbstanreise
Reise-TV

ReiseShop
Überblick Produktsuche
Links
Kontakt
Impressum
Geld verdienen
Linktausch